News

Ausser Spesen nix gewesen

 

Ihre Teilnahme am 24-Stunden-Rennen in Dubai stand für Kati Droste von Beginn an unter keinem guten Stern.

Der Einsatz von Kati beim 24-Stunden-Rennen von Dubai war sprichwörtlich mit ganz heisser Nadel gestrickt und aus einem Start beim 24-h-Kartrennen in der Wüsten-Metropole einige Wochen zuvor entstanden. Dort ging Kati mit Jan Slooten, Marcel Leipert, Jörg van Ommen und den in Dubai ansässigen Phillip Vossenberg im Team von Mana Al Attar an den Start. Begeistert vom siebten Platz unter 40 Teams, beschloss Mana Al Attar kurzerhand, mit den deutschen Fahrern auch beim „grossen“ Langstreckenrennen an den Start zu gehen.

Al Attar schloss sich daraufhin mit Jörg van Ommen kurz und erstand von dem ehemaligen DTM-Piloten einen Audi TT.

Nach einigen organisatorischen Problemen im Vorfeld betraute man quasi in letzter Sekunde das Team Leipert Motorsport mit dem Einsatz des Sportwagens. Im gleichen Atemzug wurde Tim Schrick als Fahrer verpflichtet.

Die Folgen des in aller Eile organisierten Projekts bekamen Team und Fahrer schon im Training zu spüren, zumal die finanziellen Belange quasi noch aus dem Fahrerlager heraus geregelt werden mussten. Probleme mit Bremsen und Hinterachse sowie zahlreiche so genannte „Kleinigkeiten“ sorgten dafür, dass der TT im Training lange an der Box stand. Die Konsequenz war ein enttäuschender 56. Startplatz.

Unverdrossen machte sich das Quintett im Rennen an die Aufholjagd, die allerdings früh von weiteren technischen Gebrechen behindert wurde. Einem gebrochenen Dreieckslenker, Bremsproblemen und einer defekten Servopumpe folgten unerklärliche und immer wiederkehrende Elektronikprobleme, die einmal sogar dazu führten, dass der Audi auf der Strecke ausrollte und in die Box zurückgeschleppt werden musste.
„Immer wenn wir uns wieder nach vorne gearbeitet hatten, ging das nächste Teil kaputt, zwischenzeitlich waren wir in der Gesamtwertung auf Platz 31 und auf Platz 6 in unserer Klasse.“ so Kati. Man reparierte sich durch die arabische Nacht, doch als der Ärger kein Ende nehmen wollten, packte man nach rund 14 Rennstunden zusammen. „Es hatte keinen Sinn“, konstatiert Jan Slooten. „Mal abgesehen davon, dass wir ohnehin keine Chancen mehr auf eine gute Platzierung hatten. Schade, denn mit ausreichend Vorbereitungszeit hätte das ein erfolgreiches Projekt werden können. Aber wie sagt man so schön: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!“

zurück